FAQ - Häufige Fragen zum Thema Brustkrebs

Wie häufig ist Brustkrebs?

Brustkrebs gehört in den westlichen Ländern zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen der Frau (19-27%). Das Erkrankungsrisiko beträgt zur Zeit 7-10%. In Deutschland erkranken jährlich etwa 45 000 - 50 000 Frauen, wobei der Altersgipfel zwischen 50 und 70 Jahren liegt. Der Anteil der Frauen unter 40 Jahren und die Erkrankungshäufigkeit scheinen in der westlichen Welt zuzunehmen.

Wie gut sind die Überlebenschancen?

Generell gilt: je früher Brustkrebs diagnostiziert wird, desto besser sind die Überlebenschancen. Die 5-Jahres-Überlebensrate bei lokal begrenztem Tumor liegt bei ca. 85 %, wenn bereits Fernmetastasen (Absiedlungen z.B. in Knochen, Leber, Lunge) vorhanden sind fällt die 5-Jahres-Überlebensrate auf 10 %. Brustkrebspatientinnen nie als geheilt, da auch nach 10-20 Jahren Metastasen auftreten können. Somit gilt Brustkrebs als chronische Erkrankung.

Ist Brustkrebs vererbbar?

Brustkrebs tritt leider in manchen Familien häufiger auf. Bei ca. 5 % der Frauen mit Brustkrebs sind Mutationen in den Brustkrebsgenen BRCA1 und BRCA2 für die Erkrankung verantwortlich. Werden diese Mutationen in den Genen nachgewiesen, erhöht sich das Risiko im Lauf des Lebens an Brustkrebs zu erkranken um bis zu 80%. Wenn aufgrund der familiären Vorgeschichte oder auf Basis eines Gentests ein erhöhtes Risiko festgestellt wird, sollte daher eine engmaschige Kontrolle sowohl durch eigene monatliche Selbstuntersuchung der Brüste als auch durch regelmäßige Kontrollen mit bildgebenden Verfahren wie zum Beispiel Ultraschall und Mammographie durch den Facharzt erfolgen.

Wer sollte einen Gentest vornehmen lassen?

Nachfolgend werden einige typische Familienmuster genannt, die auf einen genetisch bedingten Brustkrebs hinweisen können. Voraussetzung für einen Gentest ist die Volljährigkeit und mindestens eines der folgenden Kriterien: Erblicher Brustkrebs kann vorliegen, wenn in der Familie zwei oder mehr Frauen an Brust- und/oder Eierstockkrebs erkrankt sind, von denen mindestens eine vor dem 50. Lebensjahr erkrankt ist, ein Familienmitglied unter 30 ein einseitiges Mamma-Karzinom hat, ein Familienmitglied unter 40 an doppelseitigem Brustkrebs oder an Eierstockkrebs erkrankt, ist ein Familienmitglied mit Eierstockskrebs vor dem 40. Lebensjahr männlicher Brustkrebs vorgekommen ist, mindestens eine Frau in der Familie an Brustkrebs sowie eine Frau unter 50 an Eierstockkrebs erkrankt ist.

Was kann ich tun, wenn ich emotional mit der aktuellen Situation überfordert bin?

Nach der Diagnose Krebs verändert sich vieles. Wenn der erste Schock überwunden und die medizinische Behandlung abgeschlossen ist, bleiben oft Unsicherheit, Sorgen und Ängste. Die Beziehungen zum Partner, zu den Kindern oder zu Freunden sind unter Umständen belastet und Angehörige fühlen sich verunsichert oder überfordert mit der Situation. Oft fühlt man sich missverstanden oder alleine gelassen. Es gibt an Universitäts-Frauenklinik ein professionelles Behandlungsteam aus erfahrenen Ärzten und Psychologen, die Sie während Ihrem stationären Aufenthalt und nach Entlassung psychoonkologisch betreuen können. Sie zeigen Ihnen in Gesprächen auf wie Sie die Belastungen und Anforderungen, die im Rahmen eine Krebserkrankung auftreten, besser bewältigen können und wie sie lernen können mit der Erkrankung im Alltag gut umzugehen.

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Wo bekomme ich Unterstützung, wenn mein Kind durch meine Erkrankung belastet ist?

Am Universitätsklinikum gibt es das Projekt KikE- Hilfe für Kinder krebskranker Eltern. Ziel von KikE ist es, den Kindern und Jugendlichen in der schweren Zeit zur Seite zu stehen, damit auch Sie als Patientin und als Eltern entlastet werden. Das Projekt unterstützt Kinder und Jugendliche durch Kunsttherapie und therapeutische Aktivitäten, um mit den auftretenden Sorgen und Ängsten besser umgehen zu können. Außerdem finden Familienfreizeiten, Tagesunternehmungen, regelmäßige Infoabende und Beratungen für die Eltern statt. Das Projekt finanziert sich aus Spenden und ist für die betroffenen Familien kostenlos

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