FAQ - Häufige Fragen zum Thema Onkologie

Was muss ich bei der Ernährung während der Chemotherapie beachten?

Bereiten Sie das Essen frisch zu. Essen Sie keine abgelaufenen Produkte. Trinken oder essen Sie keine nicht-pasteurisierten Milchprodukte. Im Falle einer durch die Chemotherapie bedingten Reizung der Mundschleimaut sollten scharfe, stark gewürzte Speisen gemieden werden.

Was soll ich tun, wenn ich während der Chemotherapie Durchfall bekomme?

Bis zu drei Stuhlgänge pro Tag sind noch normal. Geht es darüber hinaus spricht man von Durchfall. Die Ursachen können die Chemotherapie (Nebenwirkungen) oder eine Darminfektion (Viren oder Bakterien) sein. Es kann durch die gehäuften Durchfälle ein deutlicher Flüssigkeitsverlust entstehen, gerade wenn gleichzeitig nicht ausreichen getrunken werden kann. Bei Therapien, bei denen gehäuft mit Durchfall zu rechnen ist, erhalten Sie von uns ein spezielles Merkblatt. Bitte setzen Sie sich bei schweren Durchfällen mit unserer Klinik und /oder Ihren betreuenden Hausarzt in Verbindung.

 

Darf man während einer Chemotherapie in die Sonne gehen?

Während der Zeit der Chemotherapie sollten Sie die direkte, intensive Sonneneinstrahlung meiden. Es kann während einer Chemotherapie wesentlich leichter und schneller zu Sonnenbrand kommen. Ferner können mache Medikamente, die während einer Chemotherapie (zusätzlich) gegeben werden unter dem Einfluss der UV-Strahlung der Sonne eine Allergie auslösen.

Kann ich mich während der Chemotherapie Impfen lassen?

Eine Impfung unter einer laufenden Chemotherapie ist nicht zu empfehlen, da das Immunsystem in diesem Zeitraum durch die Chemotherapie geschwächt wird. Die kann zur Folge haben, dass sich ein ausreichender Impfschutz nicht aufgebaut wird und die Impfung unwirksam ist. Notwendige Impfungen sollten erst vier bis sechs Monate nach einer Chemotherapie durchgeführt werden.

Mein Zahnarzt will eine Zahnbehandlung durchführen – Kann ich das machen lassen?

Unter einer laufenden Chemotherapie sollten vermeidbare Eingriffe nicht durchgeführt werden. Bei Zahnbehandlungen besteht ein erhöhtes Risiko das er zu einer Verschleppung vom Keimen (Bakterien) in das Blut kommt. Bei nicht aufschiebbaren Eingriffen sollte immer prophylaktisch ein Antibiotikum als Infektionsschutz gegeben werden.

Patienten die sogenannte Bisphosphonate (z.B. Zomata®) oder spezielle Antikörper (Xgeva®) zur Knochenstärkung oder Behandlung von Knochenmetastasen erhalten, sollten anstehende Eingriffe an den Zähnen / Kiefer im Vorfeld mit uns absprechen, da sonst sehr schlecht heilende Kieferwunden entstehen können (weitere Informationen PDF-Kieferosteonekrosen).

Ich habe eine Mundschleimhautentzündung und was kann ich tun?

Vermeiden Sie scharfe Speisen und fruchtsäurehaltiges Obst. Achten Sie auf konsequente Mundhygiene, um einen Übertritt von Keimen der Mundschleimhaut in das Blut zu vermeiden (siehe auch Merkblatt Chemotherapie)

Was kann ich gegen meine ständige Müdigkeit / Abgeschlagenheit tun?

Zunächst sollte geklärt werden ob eine Blutarmut Ursache für die Müdigkeit ist.Ist dies der Fall so kann diese z.B. mit einer Bluttransfusion oder in leichteren Fällen mittels einer Injektion oder einer Infusion von Eisen behandelt werden. Versuchen Sie den Tag-Nacht-Rhythmus einzuhalten.

Seit Beginn der Chemotherapie werden eine Fingerspitzen und Zehen zunehmend gefühllos. Was muss ich tun?

Sie müssen uns darüber unbedingt informieren. Meist handelt es sich bei diesen Beschwerden um eine Nebenwirkung der Chemotherapie (v.a unter platin- und taxanhaltiger Chemotherapie). Eventuell müssen einzelne Chemotherapeutika reduziert werden oder auf andere Präparate umgesetzt werden.

Nach Abschluss der Chemotherapie können Sie mit einer langsamen Rückbildung der Gefühllosigkeit rechnen. In Einzelfällen kann die Gefühllosigkeit jedoch auch noch weitere Monate bestehen.

 

Was kann ich gegen meine Übelkeit tun?

Je nach Art der verabreichten Chemotherapie kann es in der Folgezeit nach der Gabe zu einer Übelkeit kommen. Sie erhalten schon im Vorfeld von uns mehrere sehr effektive Medikamente, welche diese Nebenwirkung deutlich reduzieren können. Übelkeit und Erbrechen müssen nicht sein. In fast allen Fällen können diese Medikamente individuell auch noch weiter angepasst werden, so dass die Übelkeit verschwindet.

 

Wie können die negativen Auswirkungen der Chemotherapie gelindert werden?

Zytostatika haben unterschiedliche Nebenwirkungen, deren Ausprägungen teilweise von der Geschwindigkeit der Infusion abhängen, d.h. eine langsam verabreichte Infusion hat weniger starke Nebenwirkungen zur Folge. Bei Haarausfall stehen sehr gute, individuell angepasste Perücken zur Verfügung. Übelkeit und Erbrechen werden heute durch vorbeugende Medikamente weitgehend beherrscht. Nebenwirkungen im Bereich des Blutbildungssystems können durch Injektion von sog. Wachstumsfaktoren gezielt behandelt werden.

Welche Auswirkung hat eine Chemotherapie auf das Immunsystem?

Die Blutbildung und andere Zellensysteme des Knochenmarks werden durch eine Chemotherapie u.U. zeitweise beeinträchtigt. Davon sind meist auch Zellen betroffen, die für die Abwehr von Infektionen (Immunabwehr) wichtig sind, wie beispielsweise die weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Bei einem Mangel an weißen Blutkörperchen treten Entzündungen und Infektionen leichter auf. Eine dauerhafte Schädigung des Immunsystems entsteht jedoch nicht durch eine Chemotherapie.

Wo bekomme ich Unterstützung, wenn mein Kind durch meine Erkrankung belastet ist?

Am Universitätsklinikum gibt es das Projekt Kike- Kinder krebskranker Eltern. Ziel von Kike ist es, den Kindern und Jugendlichen in der schweren Zeit zur Seite zu stehen, damit auch Sie als Patientin und als Eltern entlastet werden. Das Projekt unterstützt Kinder und Jugendliche durch Kunsttherapie und therapeutische Aktivitäten, um mit den auftretenden Sorgen und Ängsten besser umgehen zu können. Außerdem finden Familienfreizeiten, regelmäßige Infoabende und Beratungen für die Eltern statt. Das Projekt finanziert sich aus Spenden und ist für die betroffenen Familien kostenlos.Zu Kike"

Wo bekomme ich Unterstützung, wenn mein Kind durch meine Erkrankung belastet ist?

Am Universitätsklinikum gibt es das Projekt Kike- Kinder krebskranker Eltern. Ziel von Kike ist es, den Kindern und Jugendlichen in der schweren Zeit zur Seite zu stehen, damit auch Sie als Patientin und als Eltern entlastet werden. Das Projekt unterstützt Kinder und Jugendliche durch Kunsttherapie und therapeutische Aktivitäten, um mit den auftretenden Sorgen und Ängsten besser umgehen zu können. Außerdem finden Familienfreizeiten, regelmäßige Infoabende und Beratungen für die Eltern statt. Das Projekt finanziert sich aus Spenden und ist für die betroffenen Familien kostenlos.Zu Kike"