Genetische Beratung bei Brustkrebs

Etwa jede zehnte Frau erkrankt an Brustkrebs und ca. eine Frau von 1000 an Eierstockkrebs. 

Bei einem kleinen Prozentteil (< 10%) liegt eine erbliche (genetische) Tumorneigung vor. An eine erbliche Tumorneigung wird gedacht, wenn mehrere Familienmitglieder von Brust- und/oder Eierstockkrebs betroffen sind, ein besonders junges Erkrankungsalter vorliegt oder Frauen beidseitig erkranken. Ebenfalls kann eine zusätzliche männliche Brustkrebserkrankung in der Familie richtungsweisend sein. Hier ist eine genetische Beratung bei Verdachtsfällen durchaus sinnvoll. 

Die Universitäts-Frauenklinik in Verbund mit dem Institut für Humangenetik und angewandte Genomik der Universität Tübingen ist Mitglied des deutschen Konsortiums für familiären Brust- und Eierstockkrebs und bietet ausführliche genetische Beratungen in diesem Bereich an. 

Damit kann allen Interessierten und betroffenen Patientinnen und deren Familienangehörigen sowie allen niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen eine multidisziplinäre, genetische Beratung in Bezug auf Brustkrebs angeboten werden, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Krebshilfe orientiert.
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